Die Instrumente

In dieser Werkstatt entstehen Klangmaschinen, klingende Apparate, selbstspielende Instrumente. Die aktuellen Projekte: ein Glockenspiel – genannt Carillon – entstand vor 6 Jahren als Prototyp für alle weiteren Carillons. Nun wird es um einige technischen Details ergänzt, um dann als Leihgabe in einer Schlosskapelle dem sakralen Raum Klang zu verleihen. Ursprünglich hatte es seinen ersten „Auftritt“ bei einem Improvisationsabend in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln, bespielt vom dortigen Organisten Dominik Susteck, der seine 100-Register Orgel für Neue Musik immer wieder temporär ergänzt durch „ferngesteuerte“ Instrumente aus meiner Werkstatt.

Ein weiteres Projekt: das Spinett, von einer Musikerin aus Berlin übernommen, das demnächst Teil einer Kirchenorgel werden soll, d.h. es soll vom Orgelspieltisch aus, also von ferne, bespielt werden können und sich in die Fülle der Register und Schlagwerke dieser Orgel einfügen – ein Novum, das es so bisher noch nirgendwo gibt.

Überhaupt, die klingenden Apparate üben auf eine kleine Szene von Organisten, Musikern, Komponisten und Orgelbauern einen besonderen Reiz aus. Impulsgebend dabei ist immer die Suche nach neuen Klängen und Synergien zwischen Akustik, Mechanik, Elektronik, Computertechnik. So entstand für eine neue Orgel in Kyoto/Japan ein Marimbafon und ein Carillon als Ausgangspunkt für eine das Pfeifenwerk ergänzende Schlagwerkgruppe. Ein ähnliche Konfiguration, erweitert durch eine Vibrafon und eine Celesta, ergänzt nun seit kurzem eine Orgel in Düsseldorf, andere Carillons wurden in Orgeln in Köln, Zülpich und Tromsø eingebaut. [weiter]